8. Mai 2026 – Tag der Befreiung

8. Mai 2026 – Tag der Befreiung

 

Ich denke, vielen einfachen Leuten ist gar nicht bewusst, was am 8. Mai überhaupt gefeiert wird und warum der Tag “Tag der Befreiung” genannt wird. Es ist auch eine Frage der Perspektive: Für das Kapital, die herrschenden Eliten und ihre Großkonzerne ist es wohl auch eher ein “Tag der Niederlage”. Gefeiert wird die Befreiung von der Nazi-Herrschaft und der Sieg über den Faschismus. Zu verdanken haben wir das in Europa der Sowjetunion. Auch wenn die USA, Großbritannien und Frankreich ihren Beitrag geleistet haben, wurde der Sieg in dieser historischen Errungenschaft der Menschheit in Europa laut internationalen Expertenteams zu 80 Prozent von der Sowjetunion erkämpft. Das dürfen wir niemals vergessen. Unser tiefster Respekt und Dank gebührt den Völkern der Befreier, die mit 27 Millionen Toten in der Sowjetunion die größten Leistungen erbracht und den größten Blutzoll gezahlt haben.

Nicht ohne Grund wurde für das letzte Datum des “Schulstreiks gegen Wehrpflicht” ebendieses bedeutende Datum gewählt. Wieder waren Tausende Schüler auf der Straße, die korrekt den historischen Zusammenhang herstellten: “Die Kassen der Rüstungsindustrie klingeln damals wie heute: Rheinmetall, KDNS & Co. machen Rekordprofite.” So steht es im offiziellen Aufruf des Bündnisses. Hier zeigt sich wissenschaftlich korrekt auch, dass die Wurzeln des Faschismus im Kapitalismus liegen.

Dieses Mal waren unter den streikenden Städten auch Schweinfurt und Würzburg bei uns in Unterfranken dabei. Im Vergleich zum letzten Mal konnte in Würzburg ein beachtliches Potenzial entfaltet werden. Rund 200 Schüler nahmen an der Aktion teil. In Schweinfurt fiel es dabei bedeutend kleiner aus; insgesamt waren vielleicht 25 bis 30 Leute da. Doch sind das an sich schon mehr als letztes Mal in Würzburg. Es ist ein positives Signal, bei dem viel Luft nach oben ist.

An alle streikenden Schüler: Ihr habt unsere volle Solidarität! Sich in Zeiten der Militarisierung der Gesellschaft dafür zu entscheiden, Widerstand zu leisten, ist anstrengend, schwer und risikoreich. Doch ihr seid nicht allein. Wir stehen fest an eurer Seite! Kein Mensch sollte eingezogen werden, um sich für die imperialistische Außenpolitik dieser Regierung verheizen zu lassen.

D. S.

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