1. Mai 2026

1. Mai 2026

 

Der 1. Mai 2026 war für uns erfolgreich. Als Partei waren wir sowohl in Aschaffenburg als auch in Schweinfurt präsent.

In Schweinfurt gab es nach Jahren sogar wieder einen Demonstrationszug zusätzlich zur üblichen Kundgebung, die im Anschluss stattfand. Über die Kundgebung lässt sich eigentlich das Gleiche sagen wie in all den Jahren zuvor: Der Form nach war sie sehr kämpferisch, vielleicht sogar kämpferischer als zuvor. Doch dem Inhalt nach blieb es bei Appellen ans Kapital. Keine Ausweitung von Streiks, keine klassenbewussten Standpunkte, im Gegenteil, man stelle sich fundamental gegen “Links- und Rechtsextremisten”. Zweiteres versteht sich von selbst, doch sollte die Gewerkschaft ihre Aufgabe als Organisationsorgan der Arbeiterklasse kennen.

Gleichzeitig wurde über die “autokratischen” Systeme in Belarus und der Volksrepublik China geschimpft, die Menschen entführen ließen, um sie in einem Schauprozess zu verurteilen. Dass dies vor allem die gängige Praxis westlicher “Demokratien” ist, findet keine Erwähnung. Etwas Whataboutism gefällig? Wer hat den international anerkannten Präsidenten Venezuelas entführt? Wer hat unzählige Regierungen gestürzt und mischt sich schon aus Gewohnheit in die inneren Angelegenheiten fremder Länder ein? Wer hat eine Mädchenschule im Iran mit Hunderten toter Mädchen bombardieren lassen? Wer liefert Israel Waffen und unterstützt damit einen von den Vereinen Nationen anerkannten Genozid? Kleiner Tipp, es ist nicht die Volksrepublik China, die international jedoch mehr und mehr die Rolle des Erwachsenen im Raum übernimmt!

Was uns persönlich betrifft, haben wir in diesem Mai riesige Unterstützung erfahren, und wir danken jedem einzelnen Menschen, jedem Genossen und jeder Genossin, die bei uns am Stand waren. Es waren tolle Gespräche, interessante Diskussionen und Themen, für die eine Stunde am 1. Mai leider viel zu kurz war. Fühlt euch herzlich eingeladen, näher mit uns in Kontakt zu treten. Lasst uns gemeinsam kämpfen, für Fortschritt und gegen Rüstungswahn, für soziale Gerechtigkeit und gegen die herrschende Propaganda!

D. S.