Ostermarsch 2026
In Würzburg fand am 4. April der diesjährige Ostermarsch statt. Anlässe dafür gibt es mehr als genug. Man müsste in der momentanen Zeit eher nach Gründen suchen, nicht an den Märschen teilzunehmen.
Dennoch ist nicht zu erwarten, dass das Bürgertum und seine Medien ihren Konfrontationskurs mit der Friedensbewegung aufgeben, selbst wenn sie international auf dem militärischen “Spielfeld” nichts zu gewinnen haben. Sie wollen uns “kriegstüchtig” bekommen. Das durchdringt alle gesellschaftlichen Bereiche – von der Schule bis zum Krankenhaus, von der Agrarwirtschaft bis zum Autozulieferer.
Dementsprechend stand die Demonstration unter dem Motto “Friedensfähig oder Kriegstüchtig?” Einzelne Redner wiesen dabei korrekt auf den Zusammenhang zwischen Aufrüstung und Sozialabbau hin. Veranstalter waren der DGB, ATTAC, die DFG-VK, Ökopax und Pax Christi.
Wir sagen: Jeder Cent, der für Zerstörung ausgegeben wird, fehlt bei dringend benötigten sozialen Grundsicherungen. Es sei denn, man betrachtet eine funktionierende Schule oder ein Krankenhaus, welches nicht von Schließung bedroht ist, nicht als nötige soziale Einrichtungen, sondern als Luxusgüter.
Denn darum geht es: Zerstörung. Nicht um Freiheit, nicht um Demokratie, nicht um Menschenrechte oder Sicherheitslücken. Die NATO pumpt zehnmal mehr Geld in Rüstung als Russland! Wo zur Hölle soll hier die Fähigkeitslücke sein, von der immer wieder die Rede ist?! Vielmehr geht für die Welt eine Bedrohung vom Westen, allen voran von den USA aus, zu deren unterwürfigen Helfern auch Deutschland gehört.
Trotz des eher bescheidenen Wetters zog es laut Angaben der Veranstalter um die 400 Menschen zur Demonstration und der Abschlusskundgebung. Wir danken allen, die sich in diesen Zeiten gegen den Kriegskurs stellen, und hoffen, dass auch die anderen Kundgebungen in ganz Deutschland ein Zeichen gegen Aufrüstung und für Diplomatie setzen konnten.
D. S.










